TRIP NACH NORWEGEN UND HOCHZEITSVORBEREITUNGEN

Heute gibts ein paar Fotos von einem Kurztrip nach Norwegen mit meinem jüngsten Sohn. Kurztrips sind eine erfrischende Sache, besonders, wenn die Landschaft so wunderbar ist, wie in Norwegen. Allerdings war die Reise auch mit ein wenig Arbeit verbunden. Hier wird unser jüngster Sohn in wenigen Wochen heiraten und so hatten wir noch ein paar Hochzeitsvorbereitungen zu tun. Die Fotos habe ich bei einem Abendspaziergang gemacht, zwischen 21.00-22.00 h. Gleich hinter dem Haus gehen die Berge steil hoch und ganz oben stehen noch Häuser. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick. Wer die Abgeschiedenheit liebt, ist hier am richtigen Ort. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Die Luft ist rein und der Takt langsam. Doch die Möglichkeiten für junge Leute sind dort noch begrenzter, als bei uns. Die Welt und die Gesellschaft hat sich verändert und das ist leider eine Folgeerscheinung davon.

 

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ES GRÜNT UND BLÜHT UND EINE SCHÖNE ABENDSTIMMUNG

Aah, die ersten Blumensträusse aus dem Garten sind gepflückt und mittlerweile schon am verblühen. Es duftet herrlich und ich genieße die Zeit von Maiglöckchen und Flieder sehr. Auch wenn sie nicht lange in der Vase halten, gehören sie zu meinen Lieblingsblumen. Es hat Jahre gedauert, bis sich die Maiglöckchen in meinem Garten etabliert hatten, so wie auch die Schneeglöckchen. Doch nun vermehren sie sich von Jahr zu Jahr, sehr zu meiner Freude.

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Mein Flieder hat in den letzten Jahren eine Krankheit bekommen. Jedes Jahr gehen 1-2 Büsche in meiner Fliederhecke ein und dieses Jahr habe ich entdeckt, dass auch der weiße Edelflieder krank aussieht. Sooo schade!! Ich habe nun Grasschnitt um die Heckepflanzen gelegt und hoffe, dass sie sich wieder erholt.

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Auch Vergissmeinnicht gehören zu meinen Lieblingsblumen. Sie sämen sich von Jahr zu Jahr selbst aus.

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Den roten Klee finde ich als Bodendecker besonders schön, eine neue Entdeckung in den letzten Jahren.

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Die Erdbeeren blühen üppig und prophezeien eine reichliche Ernte.

 

Und zum Schluss zeige ich euch noch eine besonders schöne Abendstimmung, als ein Wetterwechsel um Anzug war.

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GETEILTE BLUMENFREUDE- DIE NÄCHSTE GENERATION

Mit zunehmendem Alter erkenne ich mehr und mehr die Neigungen und Interessen meiner Enkelkinder, was ich sehr interessant finde. So zeigte sich seit einiger Zeit bei Hannah, unserem ältesten Enkelkind, dass sie mein Interesse und meine Freude an Blumen teilt. Ich habe mir vorgenommen, das zu fördern und sie ist jetzt in einem Alter, wo man sie schon gut an die ersten Grundlagen heranführen kann. Das macht beiden Spaß, der Oma und Hannah.

Auf den Bildern könnt ihr sehen, welches besondere Geschenk ich mir für sie überlegt hatte.

 

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Mein Mann wurde beauftragt, einen kleinen Rahmen für einen eigenen kleinen Garten für Hannah zu zimmern. Ich kaufte ihr zum Geburtstag sowohl ein paar Stauden, als auch Blumensamen, eine Hacke und eine Gießkanne. Beim Anlegen des Garten erklärte ich ihr die wichtigsten Dinge und sie freute sich sehr über ihren ersten eigenen Garten. Sie wässerte pflichtbewusst und mittlerweile sind schon die ersten Samen aufgegangen.

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Gerne wollte sie auch ein wenig Gemüse in ihrem Garten haben und so säten wir noch eine Reihe Möhren und eine Reihe Erbsen.

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Außerdem bekam sie noch frische Blumen von mir und sie machte ihr eigenes Blumengesteck davon. Sie hat schon echt ein Auge dafür und macht ihre Sache sehr gut. (Sorry für das unscharfe Bild!)

 

SPEISEKAMMER NATUR

Einfach wunderbar, was die Natur für Schätze bereithält! Man braucht sich nur zu bedienen, ohne auch nur eine Öre zu bezahlen. Man muss es nur mögen. Manchen ist diese Kost zu „grün“ und da gibt es in meiner Familie auch Leute, die diesen Geschmack haben. Doch ich persönlich mag es sehr, die Schätze der Natur auszukosten. Außerdem trägt es zu einer gesunden Ernährung bei und ist garantiert ohne Schadstoffe.

Brennnessel Suppe haben wir schon des Öfteren hier bekommen, wenn wir bei Freunden eingeladen waren. Selbst habe ich sie jetzt aber zum ersten Mal gemacht. Super gesund und lecker.

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Auf einem Hof gibt es wahrlich genug Stellen, wo man Brennnesseln finden kann. Das ist wirklich kein Problem….. Ich habe gleich die ersten zarten Triebe genommen und mir zum Pflücken natürlich Handschuhe angezogen.

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Man reicht noch hartgekochte Eier dazu, die man in Hälften hinein legt. Die habe ich hier leider nicht mit auf dem Foto.

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Heute bekamen wir Besuch und zum Grillen und da habe ich ganz spontan einen Kräuter-Dipp gemacht. Das Erste, was man im Frühjahr aus dem Garten holen kann, sind Kräuter. Hier habe ich Bärlauch, Schnittlauch, Tymian, Oregano und Estragon genommen. Dazu kommt Honig, Salz und Pfeffer.

DINGE, DIE SCHWEDEN SCHWEDEN SEIN LASSEN – TEIL 7

Fika – Das gemütliche Kaffetrinken

Fika ist für jeden Schweden eine wichtige Sache, die ihren festen Platz im täglichen Ablauf hat. Ob zu Hause auf dem Arbeitsplatz oder während eines Ausfluges, Zeit für ein fika nimmt man sich immer. Es ist auch gleichzeitig die verdiente Pause während der Arbeit oder das gemütliche Zusammensitzen mit Anderen. Auch bei Veranstaltungen von Schulen, Kitas oder Kirchen geht man selten ohne ein fika nach Hause. Es dauert zwischen 1/2 Stunde und einer Stunde. Man trinkt in der Regel Kaffee oder Tee. Dazu gibt es Plätzchen, Kuchen, aber auch belegte Brötchen oder andere deftige Dinge zu essen. Auch für uns ist fika zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Gerne machen wir einen kleinen Ausflug zu einer idyllischen Stelle, wo man einkehren und fika essen kann oder wir nehmen unser selbst mitgebrachtes fika ein.

So fuhren wir bei dem herrlichen Wetter am Freitag zu Tant Grön, einer Kombination aus Gartenhandel, Geschenke-Laden und Café. Alles ist in grün gehalten, z.B. Geschirr, Geschenkartikel, die Gebäude. Das Essen ist gut und die Atmosphäre wirklich schön. Bei schönem Wetter sitzt man an den Tischen, die auf der Wiese stehen, also direkt zwischen den Pflanzen, Blumen und Gartenartikeln. Man kann sehen, dass die Leute sich dort wohlfühlen, denn sie bleiben lange an den fika-Tischen sitzen und unterhalten sich.

Für die, die es interessiert, füge ich den Link zu:

www.tant-gron.nu

 

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ANLEGEN EINES NEUEN ERDBEERBEETES

Nach dem bisher kalten Frühjahr sind die letzten Tage wunderschön und wir genießen das Hofleben draußen. Die neuen Erdbeerpflanzen warteten schon etwas länger darauf, ausgepflanzt zu werden. Doch dafür war es erstens viel zu kalt und zweitens mussten wir erst noch ein neues Beet anlegen. Am Montag gab es für mich dann kein Halten mehr. Das mittlerweile verrottete Frühbeet war schon abgerissen und ich entfernte gestern nun das gröbste Unkraut, denn dort an dieser Stelle wollten wir zwei Rahmen übereinander stellen, die wir noch übrig hatten. So bekomme ich eine Arbeitshöhe, die für meinen Rücken akzeptabel ist. Erdbeeren mögen wir alle sehr gerne. Wenn die Ernte reichlich ausfällt, friere ich sie gerne ein und mache Marmelade davon. Doch das Pflücken auf dem Boden ist für meinen geschädigten Rücken nicht mehr möglich. Allerdings ist ein Hochbeet für Erdbeeren nicht die beste Lösung, da es mit der Zeit absackt und Erdbeeren ja ca. 3 Jahre sitzen bleiben. Doch ich wollte wirklich sehr gerne weiterhin eigene Erdbeeren haben. Heute habe ich sie dann ausgepflanzt und vorerst noch abgedeckt. Die Nächte sind noch kalt und die zusätzliche Wärme gibt ihnen eine Starthilfe zum Anwachsen.

 

 

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Das alte Frühbeet ist abgerissen. Der Boden wird wieder urbar gemacht.

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Erst Äste, dann Hackschnitzel und danach Kompost mit Erde vermischt. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.

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Nach dem Wässern noch warm einpacken und auf eine gute Ernte warten.

DINGE ,DIE SCHWEDEN SCHWEDEN SEIN LASSEN- TEIL 6

Kladdkaka- ein klebriger,schmieriger Kuchen

Heute möchte ich euch mit dem kladdkaka bekannt machen, dem vermutlich beliebtesten und am meisten gebackenen Kuchen in Schweden. Kladdig heißt übersetzt schmierig und so sollte der Kuchen nach dem Backen sein, innen noch etwas klebrig oder schmierig. Am bekanntesten ist der Schokoladen – kladdkaka. Ein schwedisches Café ohne ihn ist wohl nur schwer zu finden. Er ist wahrscheinlich der Lieblingskuchen der meisten schwedischen Kinder. In einem Landhandel in der Nähe habe ich sogar eine Ansichtskarte mit ihm gefunden. Doch mittlerweile findet man so manche andere Rezept – Variation vom kladdkaka, z.B. Karamell – kladdkaka oder Zitronen – kladdkaka. 

Ich habe heute zwei davon gebacken und die ganze Familie zum Kaffeetrinken eingeladen. Für euch habe ich die Rezepte übersetzt.

Kladdkaka

  • 150 g                             geschmolzene Butter
  • 3                                    Eier
  • 4,5 dl                             Zucker
  • 2,25 dl                           Mehl
  • 6 Eßl.                            Kakao
  • 1,5 Teel.                       Vanillezucker

Alles mit der Hand verrühren. Keinen Mixer benutzen! In einer gefetteten und mit Paniermehl ausgestreuten Form bei 175° C  30-35 Min. Backen. Warm schmeckt er besonders gut. Dazu geschlagene Sahne reichen.

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Zitronen – kladdkaka

  • 150 g                           geschmolzenen Butter
  • 1                                  ökologische Zitrone
  • 2                                  Eier
  • 2,5 dl                          Zucker
  • 1 Teel.                        Vanillezucker
  • 1,5 dl                          Mehl

Die Butter abkühlen lassen. Die Schale der Zitrone abreiben und dann die Zitrone auspressen. Eier und Zucker schaumig rühren. Dann den Vanillezucker, Zitronenschale- und saft unterrühren. Nun die Butter und das Mehl mit der Hand unterrühren.

Den Teig in eine gefettete Form füllen und bei 150-175°C ca. 30 Min. backen.

Man kann ihn noch mit Puderzucker bestreuen und dan geschlagene Sahne dazu reichen.

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ZEIT FÜR DEN BRENNHOLZ VORRAT FÜR DEN NÄCHSTEN WINTER

Ja, höchste Zeit, sich an das Brennholz für den kommenden Winter zu begeben. Alle drei Familien, die hier auf dem Hof leben, heizen ihre Häuser fast ausschließlich mit Brennholz. Da ist schon einiges an Wintervorrat nötig. Um es genau zu sagen, brauchen wir jede Saison 30 m3 Brennholz.  So wie wir Zeit haben, arbeiten die Einen oder Anderen zusammen daran, dass Holz zu spalten und in die richtige Grösse zu sägen, damit der Holzschuppen gefüllt wird. Hier sagt man, dass das Brennholz vor Mittsommer unterm Dach sein soll. Der Grund ist vermutlich dieser, dass der Juli der feuchteste Monat hier ist. Bis dahin sollte der Wind genügend Zeit haben, dass Holz zu trocknen.

 

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Hier seht ihr noch einen Teil des Holzvorrates vom letzten Jahr. Das Holz sollte nun gut getrocknet sein. Wir verwenden größtenteils Birke, die beim Durchforsten unseres Waldes anfällt. Gut getrocknetes Birkenholz erkennt man daran, wenn sich die Rinde aufrollt oder leicht ablöst.

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Vor etwa drei Jahren haben wir diesen moderneren Holzspalter angeschafft.

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Damit spalten wir die in Meter gesägten Stämme. Hier haben Vater und Sohn schon einen ganz schönen Berg Holz gespalten.

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Das ist unser alter „Törebodaklyv“, ein Holz Spalter hier aus der Region, der uns also bis vor drei Jahren treu gedient hat. Wir haben ihn damals, als wir hier her zogen, gebraucht gekauft. Man kann mit zwei Leuten gleichzeitig daran arbeiten. Effektiv, doch nicht ungefährlich, ist diese Technik.

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Die Gespaltenen Meterstücke werden anschließend mit dieser Kapp-Säge klein gesägt und sofort in den Holzschuppen geworfen.

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Aber auch die ganz traditionelle Metode kommt immer noch zum Einsatz. Für unseren Küchenofen, der nur eine sehr kleine Öffnung zum Befeuern hat, spalten wir das Holz mit einem Beil in recht kleine Stücke.

 

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Diese schichten wir dann in diese selbst gebauten Ständer.

Brennholz machen bedeutet viel und harte Arbeit. Doch das Heizen mit Holz ist für uns ein Lebensstil, den wir sehr mögen. Es gibt den langen, dunklen Winterabenden eine herrliche Gemütlichkeit! Außerdem ist es eine spezielle Wärme und ein besonderer Duft,  die ein Stück Lebensqualität verleiht.

DINGE, DIE SCHWEDEN SCHWEDEN SEIN LASSEN- TEIL 5

VITSIPPOR – Weiße Anemonen oder Buschwindröschen

Dem, der um diese Zeit schonmal in Schweden gewesen ist, werden diese Bilder nicht unbekannt sein. Teppiche von vitsippor erstrecken sich meist unter Bäumen und auf Wiesen, die geschützt unter Büschen und Bäumen liegen. Es ist wunderschön anzusehen. Ist es bedeckt, so schließen sich die Blüten und fallen nicht besonders ins Auge. Doch bei Sonne öffnen sie sich und werden zu einer Augenweide. Mittlerweile haben sie sich auch in meinem Garten ziemlich etabliert und vermehrt, auch an Stellen, wo sie mir nicht willkommen sind, nämlich in den Blumenbeeten. Ansonsten freue ich mich über ihre Üppigkeit und ihren Wildwuchs. Jedes Jahr hole ich mir auch ein kleines Sträußchen ins Haus- eine gratis Gabe der Natur.

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EIN OSTERAUSFLUG

Nach Schnee und erneuten Minusgraden in den Nächten, war heute ein wunderschöner Tag. Diesen letzten arbeitsfreien Tag nutzten wir, um einen Ausflug zu machen. Der größte See Schwedens und der zweitgrößte See Europas, der Vänern, liegt nicht weit weg von uns. Dort besuchten wir einen Hafen und ein paar sehr schöne, idyllisch gelegene Badestrände. Die Luft war recht kalt und es war etwas windig. Die vielen Grillplätze, die an den Stränden liegen, waren noch alle verlassen. Wir trafen nur einzelne Leute an. Ab Mitte Juni wird hier wohl die Ruhe vorbei sein, wenn die Touristensaison in Schweden beginnt. Der sandige Boden mit den Kiefernwäldern, dazu das glitzernde Wasser war einfach wunderschön. Die Bilder unten habe ich an zwei verschiedenen Stellen gemacht.

Zuerst Bilder von einem Hafengebiet. Man sieht deutlich den niedrigen Grundwasserspiegel. Die kleine Brücke macht z. Zt. keinen Sinn, da sie völlig im Trockenen liegt.

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Hier nun Fotos von einem der schönen Badestellen, die wir besucht haben.

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