DINGE, DIE SCHWEDEN SCHWEDEN SEIN LASSEN-TEIL 4

Sorry, unser Internet ist so schlecht, dass ich oft keine Bilder hochladen kann. Daher kommen die Blogg-Posts oftmals in grösseren Abständen. Ärgerlich, aber z.Zt. nicht zu ändern.

VÅFFELDAGEN- Der Waffeltag

Einigen Lebensmitteln sind in Schweden bestimmte Tage gewidmet. So ist jedes Jahr am 25.3. ist der Waffeltag, der ursprünglich einen christlichen Hintergrund hat. Er ist genau 9 Monate vor Weihnachten.

Waffeln werden hier sehr gerne und sehr oft gegessen. Auf Märkten jeglicher Art, z.B. Weihnachts-oder Herbstmarkt bekommt man sie meistens. Doch die schwedischen Waffeln unterscheiden sich von denen, wie wir sie von Deutschland her kennen. Man nennt sie auch ´frasvåfflor´, was bedeutet, dass sie besonders knusprig sind, wenn man sie frisch, sofort nach dem Backen isst. Darauf wird Marmelade, meistens Himbeere und Schlagsahne gegessen. Manche Rezepte beinhalten ziemlich viel Fett. Ich habe mein Rezept für  euch übersetzt. Die Waffeln werden genauso knusprig, obwohl weniger Fett verwendet wird.

Lillmors fina frasvåfflor                                       6-8 Stück

1 Teelöffel                     Backpulver

3 dl                                  Milch

3 dl                                  Mehl

1 Prise                            Salz

1 Tl                                  Zucker

125 gr                             Butter- schmelzen

 

 

GUTEN APPETIT!

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KULTURWEIDEN-ANPFLANZUNG UND ANWENDUNG

Schon immer habe ich Interesse am Korbflechten gehabt und vor einigen Jahren kauften wir Stecklinge von verschiedenen Kulturweiden Sorten, um unsere eigene kleine Anzucht zu bekommen. Die Züchterin verkaufte uns zwar noch einige Stecklinge, sagte jedoch dazu, dass die Pflanz Zeit eigentlich schon vorbei sei. Es war einen Versuch wert. Doch das Ergebnis ist leider unbefriedigend. Nur ganz wenige Stecklinge treiben jedes Jahr aus. Die Triebe sind sehr klein und noch dazu werden oft die Spitzen von den Rehen abgefressen.

Da das Wetter heute schön war und es höchste Zeit war, die Weidentriebe zu ernten, machte ich mich also an die Arbeit. Schon lange hatte ich mir überlegt, die diesjährigen Triebe für einen lebenden Weidenzaun zu verwenden. Da der Flechtzaun aus Haselnussruten, der meinen Garten abgrenzt nicht ewig hält, wollte ich schon im Voraus eine Ersatzlösung haben, um nicht plötzlich ohne jegliche Einzäunung zu sein. Auch das ist ein Versuch, zumal ich ja kein gutes Material zur Verfügung habe.

Im ersten Jahr liegt der Fokus darauf, dass die Stecklinge anwachsen. Im zweiten Jahr, wenn die Seitentriebe entfernt worden sind, kann man die Ruten miteinander verflechten. es gibt einen interessanten Effekt, wenn sie grün werden. Spannend, wie es werden wird.

 

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Wir haben die Stecklinge damals in Folie gepflanzt, die mittlerweile kaputt ist. Eine bessere Alternative wäre es, den Boden drum herum mit Hackschnitzeln ab zu decken.

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Nach dem Schneiden mit einer Rosenschere habe ich sie nach Sorten gebündelt.

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Im Abstand von 15 cm habe ich die Ruten direkt am Flechtzaun in die Erde gesteckt.

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UNSER SAMSTAG AUF DEM HOF

Herrlichstes Wetter erwartete uns, nachdem wir aufgestanden waren. Helle Sonnenstrahlen durchfluteten die Glasveranda. Ich schoss schnell ein paar Fotos, um diese Momente festzuhalten. Alles war überfroren und glitzerte in der Sonne. Diese Eindrücke waren sehr wohltuend nach den letzten Tagen mit Schnee, Regen und Matsch überall. Es war windstill, was bei uns recht selten vorkommt und im Laufe des Tages wurde es schon recht schön warm.

 

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Bei einer Runde durch den Garten fand ich die ersten Frühlingsblumen.

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Die ganze Familie war zog es nach draußen. Die Väter begannen mit dem Bau einer Spielhütte für ihre Kinder während die Kinder, wie gewöhnlich, den ganzen Hof als riesen großen Spielplatz ausnutzten.

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Wie so oft wurde der Tag mit gemeinsamen Grillen abgeschlossen.

DSC_0201Dieser Tag rief bei uns allen Frühlingsgefühle hervor, was wir sehr genossen .

UNSER HOF VOR 90 JAHREN

Als wir mit dem damaligen Besitzer über den Kauf unseres Hofes sprachen, nahm er uns mit in einen Teil der Scheune und sagte:“Das hier nenne ich das Museum. Das sind die alten Maschinen, womit der Hof damals bearbeitet wurde. Die gehen mit in den Kaufpreis ein.“

Ich mag solch eine Nostalgie gerne und als unsere Tochter dann recht bald ihr eigenes Pferd bekam, schafften wir als Beistellpferd ein Nordschwedisches Arbeitspferd an, eine alte schwedische Landrasse, namens Bantam. Bantam hatte schon einige Jahre harte Arbeit im Wald auf dem Rücken und war das Ziehen von Wagen und Arbeitsmaschinen gewöhnt. Wir kauften einen Wagen neuerer Ausführung gleich mit und einer unserer Söhne interessierte sich dafür, ein wenig mit Bantam zu üben. Doch mehr ist daraus dann nicht geworden. Wir sahen ein, dass man dafür besser erst einen Kurs besuchen sollte.

Wenn es auch heute noch Höfe gibt, die ihr Land mit Pferden bearbeiten- wir dachten nicht daran, das zu tun. Die Arbeit mit einem Traktor ist doch wesentlich reizvoller. 🙂 Doch erst letztes Jahr entschlossen wir uns, die alten Maschinen zum Kauf anzubieten. Ich fand es schade. Doch was solls. Irgendwo hört da die Nostalgie auf und Platz zu gewinnen ist wichtiger. Ein paar Sachen konnten wir verkaufen. Der Rest steht noch heute im Museum.

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Ich wäre begeistert, wenn ich einmal mit dem schönen Schlitten, wie früher, durch eine tief verschneite Landschaft gezogen würde.

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Die Mähmaschine.

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Ich glaube, damit wurde Holz gezogen.

Die alte Saatmaschine war so schwer, dass wir sie nur mit Mühe aus dem Museum gezogen bekamen.

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Und das ist unser guter, treuer Bantam. Er gehörte zu unserer Familie, wie alle unsere Tiere. Vor ca. 4 Jahren haben wir die Pferde verkauft. Wir haben erfahren, das Bantam nicht mehr lebt. Er war schon alt.

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Hier könnt ihr die typischen alten Steinmauern sehen, mit denen die Felder auf unserem Hof abgrenzt sind. Das ist ganz typisch für hier. Die oft sehr großen Steine kamen bei der Feldarbeit zum Vorschein und wurden zum Bau der Steinmauern verwendet. Kaum vorstellbar, was Mensch und Pferd damals geleistet haben!

Ps.: Hinterlasst gerne einen Kommentar und abonniert meinen Blogg.  Darüber würde ich mich sehr freuen.

DINGE, DIE SCHWEDEN SCHWEDEN SEIN LASSEN- TEIL 3

 

Utedass/dass- Das Plumpsklo oder Trockenklosett

Das utedass oder auch einfach dass genannt ist Jedem wohl bekannt, der sich schonmal ein wenig für Schweden interessiert hat. Es ist wirklich ein Markenzeichen für Schweden, obwohl es sie auch heute noch in Finnland gibt und sicher auch in ländlichen Gebieten anderer Länder. Auch von Deutschland sind sie mir von früher her bekannt. Man kann sie auf Handtüchern finden oder auf Ansichtskarten. Touristen kaufen solche Dinge gerne als Souvenir.

Doch hier in Schweden findet man sie auch heute noch oft bei älteren Häusern auf dem Lande. Viele sind noch in Gebrauch. Selbst bei Ferienhäusern ist oft nur ein utedass vorhanden. Aber auch an Stränden, Seeufern und in Nationalparks ist der Anblick eines utedass ganz gewöhnlich.

Für Viele kommt die Benutzung eines Plumpsklos nicht in Frage. Andere finden es abenteuerlich, sehen es als einen Teil von Schweden und haben kein Problem mit der Benutzung.

In unserer Nachbarschaft gibt es sowohl sehr schöne, als auch ziemlich unansehnliche Modelle. Einige sind als kleine, eigenständige Häuschen gebaut. Andere wurden an bestehende Gebäude angebaut, doch fast nie an das Wohnhaus, sondern an irgendeins der  Nebengebäude. Sie stehen immer in einem gewissen Abstand zum Wohnhaus.

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Dies hier ist wirklich das schönste utedass  in unserer Gegend. Bis vor ein paar Jahren war es noch als dass anwendbar, bevor die Eigentümer die Einrichtung entfernten und es nun als zusätzlichen Abstellraum nutzen. Es war mit zwei Toilettenplätzen ausgestattet. Der linke Teil war schon immer ein Abstellraum.

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Die linke Türe ist das utedass. Auf dem nächsten Bild könnt ihr einen Blick nach innen werfen…

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Es sind zwei Toilettenplätze vorhanden, die noch genutzt werden, wenn die Besitzer im Sommer ihre Freizeit hier verbringen.

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Ein äußerlich wenig gepflegtes Modell, was aber im Sommer als einzigste Toilette des Hofes genutzt wird. Der Hof ist das Ferienhaus der Besitzer.

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Ein recht schönes Toilettenhäuschen, was zu einem Sommerhaus gehört und die einzigste Toilette dort ist.

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Schön gepflegt, aber wohl nicht mehr in Gebrauch.

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Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, dass auch dieses utedass im Sommer noch benutzt wird oder dann, wenn die Eigentümer in ihrem Haus Urlaub machen.

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Ein ganzes Stück entfernt vom Wohnhaus steht dieses Plumpsklo im Wald.

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Das ist das utedass unserer Nachbarin. Erst vor ein paar Jahren hat sie ein Badezimmer angebaut. Bis dahin war dies ihre Toilette. Es gefällt mir von allen am besten. Ich finde, es hat einfach das Gewisse Etwas.

DINGE, DIE SCHWEDEN SCHWEDEN SEIN LASSEN -TEIL 2

Fettisdag

Fettisdag- wird hier in Schweden der letzte Tag vor der Fastenzeit genannt, an dem semlor gegessen werden. Semlor, das sind sozusagen runde Brötchen (Semmel) aus süßem Hefeteig, die mit Marzipan Masse oder Vanillepudding und Sahne gefüllt sind. Oft ist der Hefeteig mit Kardamom gewürzt, was die Schweden übrigens oft in ihrem Gebäck verwenden. Alternativ gibt es sie auch aus Blätterteig, gefüllt mit Vanillepudding und Sahne. Dann heißen sie wienersemlor. In den letzten Jahren tauchen immer wieder Abwandlungen auf. Da gibt es sie in länglicher Form, als Wrap oder gefüllt mit Nutella. In den Geschäften wird auch die semeltårta angeboten. Traditionell wurden/ werden die semlor in einem tiefen Teller mit heißer Milch serviert. Mein Favorit ist der wienersemla. Wenn ich sie selber backe, mache ich allerdings einen gewöhnlichen Hefeteig. Das Essen aus der Hand kann eine etwas schmierige Angelegenheit sein. Demjenigen, dem das unangenehm ist, kann natürlich auch eine Gabel zur Hilfe nehmen.

Doch wird der semla nicht nur am fettisdag gegessen, sondern auch einige Wochen davor und danach.

In Schweden gibt es noch mehrere Tage, die nach köstlichem Gebäck benannt sind. Darüber werdet ihr im Laufe der Zeit hier lesen können.

 

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SMULTRONSTÄLLEN

Smultronställen-Die Lieblingsplätze

Die smultronställen, damit sind hier in Schweden Plätze gemeint, die einem besonders lieb geworden sind, an die man besondere Erinnerungen und Erlebnisse verknüpft oder ganz einfach, die einem besonders gut gefallen. Das kann ganz in der Nähe sein oder weiter weg im Land.                                                                                                                                                              Ich möchte euch heute meine smultonställen zeigen, die in unserer nächsten Umgebung liegen. Es ist ein besonderer Vorzug, solche Lieblingsplätze vor der Haustüre zu haben und wann immer man möchte und Zeit hat, dort hin gehen zu können. Es ist ein Rückzugsort, ein Ort, wo man alleine sein kann und seinen Gedanken freien Lauf lassen kann, ohne irgend jemanden dort an zu treffen. Hier kann man abschalten,auftanken, Abstand gewinnen und die wunderbare Natur geniessen.

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Die beiden ersten Bilder werden euch sicher bekannt vorkommen, da ich sie euch schon in einem Post ziemlich zu Anfang gezeigt habe.

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Es ist eine Stelle auf dem Grundstück eines Nachbarn, die am Ostufer unseres Sees lieg

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Die beiden oberen Bilder zeigen ein kleines Anwesen mit kleinen, idyllischen Gebäude. Obwohl es durch den Schotter-Weg geteilt ist und nicht am See liegt, mag ich es sehr. Hierher gehe ich oft, wenn ich morgen unterwegs bin.

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Die beiden nächsten Fotos habe ich am südlichen Anfang unseres Sees gemacht. Es ist eine wunderschöne Bucht mit flachem Ufer. An diesem Steg hat im Sommer ein Nachbar sein Boot liegen, mit dem er seine Netze auslegt und kontrolliert.

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Dieses Bootshaus liegt direkt angrenzend zu unserem Grundstück. Ein herrlicher Platz.

dsc_0809Einige Nachbarn haben hier ihre Boote liegen.

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Vom Steg des Bootshauses fällt der Blick zu unserem westlichen Seeufers. Hier liegt unser Bootssteg und einer von unseren beiden Badeplätzen.dsc_0789

Und hier seht ihr unseren Bootssteg.

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Hier liegen auch unsere Kanus und hier haben wir eine Feuerstelle, wo wir schon viele schöne Stunden verbracht haben, alleine mit der Familie oder mit Gästen.

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Am Ostufer unseres Grundstückes ist mein Fafforit-Badeplatz. Die Bucht hat feinen,weißen Sand und fällt ganz flach ins Wasser ab. Viele schöne Erinnerungen sind mit diesem Ort verbunden.

DINGE, DIE SCHWEDEN SCHWEDEN SEIN LASSEN-TEIL 1

Bullerbü, Pipi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Saltkrokan, Plumpsklos, Elche, helle Nächte, rote Holzhäuser, unendliche Wälder, Mittsommer.

An was denkt ihr, wenn ihr an Schweden denkt? Wenn man solche  Dinge wie oben hört, fängt man als Schwedenfan gleich an zu träumen. So war es jedenfalls bei mir, bevor wir uns hier niederließen.  Jedes Land hat ja seine bestimmten Merkmale, mit denen jeder es identifiziert. Manche sind typischer, als andere oder offensichtlicher, als andere.

Heute möchte ich mit einer Serie anfangen, die von den Dingen erzählt, die Schweden kennzeichnen. Manche werden euch bekannt sein, andere lernt man meistens erst kennen, wenn man hier wohnt. Dabei gibt es auch Dinge, die dem ein oder anderen nicht so ganz gefallen. Doch Schweden ist eben Schweden…Also beginnen wir mit Teil 1, dem…

Jordkällare- Der Erdkeller

Zu jedem schwedischen Hof gehört der typische Erdkeller. Wie der Name schon sagt, ist er in die Erde gebaut, d.h. manchmal ist er in einen Berg gebaut oder ein Teil wird in die Erde eingegraben und darüber baute man ein Gewölbe aus Natursteinen. Dieser Hügel wurden mit Erde abgedeckt und manche wurden auch mit einem Dach versehen, das vor Feuchtigkeit schützt. Der Eingang besteht aus zwei Türen, die in einem gewissen Abstand hintereinander gebaut sind. Das ist sozusagen eine Kälteschleuse. Die Temperatur im Erdkeller sinkt nicht unter Null und ist optimal zum lagern von Obst und Gemüse und daher ist er ein wertvoller Bestandteil eines aktiv betriebenen Hofes. Leider verfallen viele Erdkeller heutzutage. Auch unser Erdkeller ist in keinem guten Zustand mehr. Die Mäuse haben das Dach aus Erde durchlöchert, wodurch nun  Wasser eindringt und das Klima zu feucht macht. In den ersten Jahren habe ich jeden Herbst eine große Menge Möhren dort eingelagert. Die Qualität war fast bis zum nächsten Sommer wie frisch geerntet. Echt super!! Mittlerweile gibt es fertige Erdkeller zu kaufen, die man nur noch eingraben muss. Doch nichts geht über den Charme eines alten Erdkellers.

Der Erdkeller wurde immer in einem gewissen Abstand zum Wohnhaus platziert, was ihr auf manchen Fotos auch erkennen könnt.

Als ich heute Morgen unterwegs war, habe ich die Erdkeller unserer Nachbarn fotografiert. Alle sehen unterschiedlich aus. Manche sind sehr schön renoviert worden, zumindest aussen, andere sind ziemlich verfallen und die Eingänge sind zugewachsen. Die wenigsten sind noch in Gebrauch.

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Dieser Erdkeller ist in einem guten Zustand. Er hat ein festes Dach und eine recht neue Türe. Ob er noch in Gebrauch ist, weiß ich allerdings nicht.

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Hier hat man am Hang einen Erdkeller halb in die Erde gebaut und dann mit Erde abgedeckt. Darüber wächst dann meistens Gras.

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Dieser Erdkeller hat an jeder Seite einen Eingang. Hier ist die Türe zum eigentlichen Erdkeller…

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und hier führt eine kleine Luke zu einem Lagerraum für z.B. Bretter oder Sonstiges. Er ist aussen sehr schön gepflegt und erhalten.

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Hier ein ziemlich zugewachsenes Modell …

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und hier der sicher am stärksten verfallene, von denen, ich heute gesehen habe. Die äußere Türe fehlt ganz.

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Hier auch ein verwaistes Modell.

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Der Erdkeller einer unserer Nachbarinnen ist noch in Gebrauch.

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Ebenso der der anderen Nachbarin.

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Auf den ersten Blick sieht er innen noch gut aus. Doch was am hinteren Ende zu sehen ist, kann ich nicht sagen.

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Dieser ist mit Sicherheit seit Langem nicht mehr in Gebrauch.

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Der Weg zu diesem Keller führt idyllisch durch Blaubeersträucher hindurch. Auch er sieht gut erhalten aus.

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Und zum guten Schluss noch unser eigener Erdkeller. Man kann sehen, dass sich ein großer Stein oben links gelöst hat und vor den Eingang gestürzt ist. Das Betreten ist nun nicht mehr ganz ungefährlich. Ihn wieder Instand zu setzen würde wahrscheinlich zu aufwändig sein. Schade!!

TINY HOUSE- DER BEGINN DES BAU- PROJEKTES TINY HOUSE

Was ist ein Tiny House, werden sich vielleicht Manche von euch fragen und bis vor ca. 1 Jahr hatte auch ich noch nichts davon gehört. Die Bewegung kommt aus USA, soweit ich weiss. Man kauft oder baut sich ein stabiles Fahrgestell von z.B.einem Bauwagen und baut darauf ein kleines Haus in Miniformat. Dabei kann man seine Fantasie reichlich spielen lassen, wenn man die Pläne zeichnet. Es hat alles, was auch ein grosses Haus hat, doch nur in Kleinformat. Da es auf Rädern gebaut ist, kann man es an den Platz ziehen, wo man gerade gerne wohnen möchte. Das geht natürlich mit kleineren Anhängern besser, als mit einem 8 Meter langen.

Schon lange haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir am einfachsten und besten noch mehr Wohnraum hier auf dem Hof schaffen können. Mein Mann, der immer gut für neue Ideen ist, fand im Internet einiges über die Tiny House-Bewegung. Das war ganz am Anfang, als die ersten Tiny Houses gebaut wurden. Mittlerweile spriessen die Videos darüber auf You-Tube wie Pilze aus dem Boden. Da kann man sich viele Anregungen holen. Auch Firmen, bei denen man sein Wunsch-Tiny House in Auftrag geben kann, gibt es immer mehr.

Im Frühjahr letzten Jahres hatten wir die Gelegenheit, an zwei sehr marode, alte Bauwagen zu kommen. Sie hatten genau die Fahrgestelle, die wir gesucht hatten. Sie sind aus stabilem U-Eisen gebaut. Die Wagen standen 150 km von hier entfernt. Auf ziemlich abenteuerliche Weise holten wir sie mit unserem Pickup zu uns nach Hause. Bei der zweiten Fahrt platzte einer der porösen Reifen und wir mussten den Wagen an einem Feldrand abstellen, das Rad abbauen und einen Anwohner vor Ort dort nach einem Reifenhändler in der Nähe fragen. Durch das Gewicht des mit Wasser durchdrängten Wagens war auch die Felge total kaputt gegangen. Doch der Reifenhändler war sehr hilfsbereit und kompetent, wofür wir in dieser Situation besonders dankbar waren.

Nach und nach haben wir die alten Wagen abgerissen und den Müll entsorgt. Sobald die Temperaturen es zulassen, müssen die Trailer abgeschliffen und mit Rostschutzfarbe gestrichen werden.  Währenddessen holen wir uns jede Menge Anregungen auf You-Tube.

Wir hoffen, bald mit dem Bau des ersten Tiny Houses beginnen zu können. Dies hier war ein erster Post über unser Bau-Projekt. Weitere werden dann folgen.

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Eine Unterbrechung der herausfordernden Fahrt. Abendessen bei einer Pizzeria.

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Hier konnte nur mit Atemschutz gearbeitet werden. Jahrelang hatte es wohl durchs Dach geregnet und daher war alles schimmelig. Keine angenehme Arbeit, wie ihr euch denken könnt.

dsc_0627Müllsäcke und Pferdeanhänger stehen bereit, um das alte Material zu entsorgen.

dsc_0630Mit Vorsicht haben wir erst die Wände und dann das durchnässte und schwere Dach abgebrochen.

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Am hinteren Teil des einen Trailers haben wir schon begonnen, Rostschutzfarbe zu streichen. Leider begann es dann zu regnen und es gab Minustemperaturen.

FRÜHLINGSGEFÜHLE UND KINDERDIENST

Frühlingsgefühle Mitte Februar hier in unseren Breitengraden? Naja, dieser Winter war wirklich sehr ungewöhnlich. Heute jedenfalls war es windstill und ich habe es sehr genossen, ein wenig in der Sonne zu sitzen. Mittwochs habe ich in der Regel Kinderdienst für drei meiner Enkelkinder und während die Jüngsten ihren Mittagsschlaf hielten, konnte ich ein wenig in den ersten warmen Sonnenstrahlen relaxen. Herrlich! Als sie aufwachten, wollten sie zum See hinunter gehen. In unserer Bucht ist der See zugefroren und die Kinder mochten es sehr, auf dem Eis zu spielen.

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An den Büschen in meinem Garten entdeckte ich schon ziemlich dicke Knospen. Ich hoffe nur, dass sie nicht durch einen späten Kälteeinbruch erfrieren.

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Im Gewächshaus treiben die Erdbeer-Ableger aus , die ich im Herbst in Töpfe gepflanzt habe.

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Auf dem Weg zum See.

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Ein herrlicher Tag und glasklares Eis auf dem See.

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Das Eis arbeitet jeden Winter ziemlich stark am Steg und nun ist er ziemlich verschoben.

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Die Natur bietet in jeder Jahreszeit wunderschöne Fotomotive.

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An einem solchen Tag geniesse ich es besonders, hier auf unserem Hof am See  zu wohnen.